Nachhaltiges und umweltschonendes Wachstum unter Mitnahme möglichst breiter Bevölkerungsschichten ist notwendig, um Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Kall zu sichern und zu verbessern.

1. Standortvorteile: Dafür unerlässlich ist ein Zuzugüberschuss - insbesondere bei jungen Familien mit Kindern. Dies steht im Mittelpunkt der zu treffenden Entscheidungen, ohne die Herausforderungen der sich verändernden Demographie zu vernachlässigen. Die zügige Entwicklung des neuen Flächennutzungsplans hat deshalb besondere Bedeutung; er wird für über 10 Jahre Grundlage politischen Entscheidungen sein.

Ein umfassendes und gegliedertes Schulangebot mit allen Schulformen im Gemeindegebiet muss gesichert werden. Gemeindeübergreifende Kooperationen und neue Organisationsformen(Gemeinschaftsschule, Ganztagsschule) sind für veränderte Lebensentwürfe von Eltern und Kindern unerlässlich. Arbeitnehmer/innen finden dadurch in Kall günstige Ansiedlungs- und Lebensbedingungen vor. Neben Erziehungs- und Betreuungsinfrastruktur wird ein leistungsfähiger und bedarfsorientierter Öffentlicher Personennahverkehr mit überkommunal guter Anbindung erforderlich.

2. Kinder & Senioren: Ein gefächertes Betreuungsangebot der unter 3Jährigen und „bisherigen Kindergartenkinder“ ist den veränderten beruflichen Herausforderungen der Eltern anzupassen. Frühzeitige Förderung gesellschaftlich benachteiligter Kinder ermöglicht eine höhere Chancengerechtigkeit. Das Familienzentrum spielt eine besondere Rolle und ist unter diesem Aspekt zu entwickeln. Gewalt- und suchtpräventive Ansätze werden bei der Jugendarbeit verstärkt und den veränderten Bedürfnissen angepasst.

Eine alternde Gesellschaft erfordert besondere Beachtung bei Wohn- und Betreuungsangeboten, eine gute Versorgung bei Medizin, Therapie und Pflege sowie eine alters- und behinderungsgerechte kommunale Infrastruktur (Barrierefreiheit).

3. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit: Die Bedingungen für dauerhafte und qualitativ hochwertige Beschäftigung garantierende Unternehmungen müssen verbessert werden. Diesbezüglich sind organisatorische Veränderungen in der Verwaltung kurzfristig zu realisieren (Ansiedlungsmanagement) und die Vermarktung der Gewerbemöglichkeiten zu professionalisieren. Umweltbelange sind bei der Ansiedlungsbeschreibung von Beginn
an zu berücksichtigen. Naturnaher Tourismus wird gefördert.

Die Optimierung der Umweltverträglichkeit muss in Zukunft integraler Bestandteil aller Ratsentscheidungen sein. Der Nutzung regenerativer Energien ist bei entsprechenden
Projekten der Vorrang einzuräumen

4. Ratsstruktur: Die Rats- und Ausschussarbeit soll effizienter werden. Dies wird u. a. durch eine Verringerung der Wahl- und Ortsvorsteherbezirke - nach Überprüfung der Wahlbezirkszuschnitte - bereits für die Kommunalwahl 2009 erreicht: der Rat wird kleiner werden.

Der Bürgermeister ist Vorbild und Motor der vorgenannten Veränderungen. Er verkörpert diesen neuen Politikansatz. Er ist verlässlicher Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger. Er schafft Transparenz durch frühzeitige, vertrauensvolle, direkte und diskriminierungsfreie Kommunikation mit allen Bürgerinnen und Bürgern und den im Rat befindlichen Kräften.

 


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