Das Programm zur Landtagswahl

 

 

 

 

 

Unsere Termine

2. Februar 2012

20:00 Uhr Sitzung des
Ortsverbands
Clubraum des "Sportlertreff"
im aktivpark Kall, Auelstr. 40

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13.12.2011
Häuser ohne Bäume sind Häuser ohne Jahreszeiten

Gut neun Jahre ist es her, dass in Kall unter Protest vieler Anwohner in der Pfarrer-Reinartz-Straße zwei über 200 Jahre alte Eichen gefällt wurden. Kall hat zwar mittlerweile einen anderen Bürgermeister, einen neuen Beigeordneten und seit 2010 eine eigene Energieleitlinie, die den Schutz natürlicher Ressourcen sowie einen naturnahen Standort für Bürgerinnen und Bürgern beinhaltet. Für die Bäume an der alten Schule Golbach war das kein Schutz, denn hier hat die Verwaltung mal wieder selbst Hand angelegt und ihre alten Bäume umgesägt. Plötzlich steht das Haus verloren da, kahl wie ein „Kühlschrank“, nach dem Motto: Deutschland (Golbach) aufgeräumt und ausgeräumt. Nur so ist die sinnlose Aktion zu verstehen.

Diplombiologen haben vor Ort festgestellt, dass die gefällten Kastanien weder morsch waren noch an Standfestigkeit litten. Kleinere Löcher im Stamm sind durch fehlerhafte Pflege entstanden, hier sind vor Jahren Äste unsachgemäß entfernt worden. Diese Schäden hätten mit geringem Aufwand wieder behoben werden können. Gerade Kastanien ließen sich durch regelmäßige Pflege stark zurückschneiden, was eine Verstopfung von Regenrinnen reduziert hätte. Auch die immer wieder angeführte Verkehrssicherheit traf nicht zu, da das Stammholz weder morsch noch beschädigt war. (Hiervon sind Bilder vorhanden). Wurzelschäden am asphaltierten Umfeld sind nicht zu erkennen.

 

Was dort vernichtet wurde, gefährdet eine alte Kultur, die Menschen im Einklang mit Bäumen an Häusern sieht. Man pflanzte bewusst Laubbäume, die im Sommer Schatten spendeten und im Winter Licht und Wärme durchließen. Heute dominieren in unseren Gärten und Anlagen Koniferen und Unmengen von Blaufichten. Das führt in kurzer Zeit zu Wohnräumen, die immer dunkel bleiben.

 

Wir Grünen in Kall fordern schon seit Jahren eine Baumschutzsatzung. Das schützt nicht jedes Gewächs, macht aber sensibel für derartige Abholzaktionen. Wir werden über einen Fragenkatalog die Gemeinde auffordern, diese Abholzaktion aufzuklären, von der Verantwortlichkeit in der Verwaltung, der Politik (Ortsvorsteher), bis hin zur Verbuchung von Verkaufserlösen der nicht geringen Holzmengen. Des Weiteren haben wir eine Liste schützenswerter Bäume für die Gemeinde Kall erstellt. Wir wünschen von den Bürgern weitere Vorschläge, sowie Fotos und Paten. Es besteht bereits ein Antrag schützenswerte Bäume als Naturdenkmäler im Landschaftsplan / Flächennutzungsplan eintragen zu lassen.

 

Um in Zukunft Fehler bei der Pflege solcher Bäume zu vermeiden, sollte die Verwaltung Bauhofmitarbeiter entsprechend schulen lassen. Auch die katastermäßige Dokumentation der Bäume auf gemeindeeigenen Liegenschaften und deren Pflege sollte eingeführt werden.

 

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06.11.2011

Kritik statt konstruktiver Mitarbeit

Hallenbad KallDas Hallenbad Kall kann als jüngeres Kulturerbe der Gemeinde benannt werden und ist für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger eine Art Lebensqualität. Vor allem ältere Menschen schätzen die angenehmen Wassertemperaturen. In Zeiten leerer Kassen steht das Hallenbad wegen hoher gemeindlicher Zuschüsse immer wieder auf dem Prüfstand. Nur eine erhebliche Kostenreduzierung vermeidet eine Schließung. Da weitere Erhöhungen des Eintrittspreises und stetige Absenkungen der Wassertemperatur wenig Einfluss auf das Defizit haben, kann nur eine vollständige energetische Sanierung (Beleuchtung, Wärmedämmung, Solar und eine neue alternative Form der Beheizung, z. B. Hackschnitzelheizung) die Lösung sein. Dies stellte die Verwaltung am 20.10.2011 im Ausschuss für Liegenschaften, Forst und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Energieteam Holz vor. Statt Lob, erntete es vor allem von der SPD nur Kritik wegen fehlender Zahlen. Diese Kritik war berechtigt, ist aber nur ein Teil der schon geleisteten Arbeit. Hier haben ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger mit hohem zeitlichen Aufwand Vorarbeit geleistet, die bei der anschließenden Vergabe von Ingenieurleistungen als Fremdleistung die Kosten erheblich reduzieren werden. Im Jahre 2010 waren das immerhin ca. 1 Mill. €. Hier wäre ein Wort des Dankes angebracht gewesen.
Die SPD hat die Energieleitlinien mit beschlossen und darauf hingewiesen, Aufgaben des erarbeitenden Handlungskonzepts umzusetzen. Und so sieht die Mitarbeit der SPD aus. Bei der publikumswirksamen Vorstellung der Energieleitlinien im Kulturraum Kall war man anwesend. Danach hat sich weder bei den monatlichen Treffen des Energieteams, noch bei der Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe, ein verantwortliches Mitglied der SPD sehen lassen. Positiv verstärken ist in der SPD nur bei eigenen Anträgen sichtbar.
Die aufgeklärten und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürger aus Kall können langfristig objektiv unterscheiden zwischen pressewirksamen Äußerungen oder der eigentlichen Arbeit in Sachen Energieleitlinien, die von einem gut geführten Fachbereich der Verwaltung und engagierten Interessenten und nicht von der Politik geleistet werden.

 
 

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7.11.2011

Ab 2015 werden die Atomkraftwerke in Belgien abgeschaltet

 

Demo in TihangeNun werden auch bei unseren Nachbarn in Belgien die Atomkraftwerke abgeschaltet und vom Netz genommen. Diesen Beschluss fasste die Belgische Regierung Ende Oktober. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Oliver Kirscher meinte hierzu: „ Das ist ja eine tolle positive Entwicklung.“ Nach der Katastrophe von Fukushima und dem beschlossen Atomausstieg in Deutschland wurden in der Region Unterschriftenaktionen gegen den Weiterbetrieb der alten belgischen Atomkraftwerke durchgeführt.

Viele Eifelorte und deren Bürger, darunter auch Kall, beteiligten sich aktiv und demonstrierten in Euskirchen und Belgien gegen den Betrieb des alten unsicheren Atommeilers Tihange direkt an der Landesgrenze. Nach dem schönen Erfolg der Aktionen möchte Bündnis 90/ Grüne allen Bürgern für ihr Engagement danken.

 

 
 

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13.11.2011

Die CDU und die A1

Detlef Seif hat scheinbar sein Thema gefunden: den Weiterbau der A1. Seit Wochen trommelte er, unterstützt von Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz, für eine Demonstration in Düsseldorf. Die fand nun gestern statt - mit eher mäßigem Erfolg. Rund 250 Teilnehmer, so der "Trierische Volksfreund", nahmen an der Demo teil. Ob die ebenfalls teilnehmenden Lastwagen schon mitgezählt sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Offensichtlich hat auch ein Großteil der Eifeler Bevölkerung erkannt, dass diese Autobahn nicht ihren Interessen nutzt, sondern ganz anderen. Was bedeutet der Weiterbau der A1 ab Blankenheim für die Region Eifel? Eine reine Transitstrecke, die den landschaftlich schönsten Teil durch monströse Bauwerke teilt und verschandelt. Auch der nachhaltige, kontinuierlich ansteigende Tourismus wird davon betroffen sein. Die geplante Trasse ist aus Umweltsicht nicht vertretbar, dies sollten auch die A1-Befürworter endlich einsehen.  An anderer Stelle sind sie übrigens schon einsichtig geworden: in letzter Zeit wird nicht mehr in erster Linie der angebliche Nutzen der A1 für die Eifel als Argument angeführt, sondern ihre Bedeutung für den Güter-Fernverkehr. Spediteure sehen dies wohl genauso, und demonstrieren gerne mit. Der dramatische Anstieg der CO²-Emissonen, die zunehmende Lärmbelastung und die massiven Umweltbeeinträchtigungen scheinen keine Rolle zu spielen. Wer Natur und Mensch(!) schützen will, muss nicht für mehr, sondern für weniger Verkehr sorgen. Neue Autobahnen erreichen nur das Gegenteil.

Mit seinen Aktionen wollen Detlef Seif und sein Fraktionskollege aus Arzfeld, Patrick Schnieder, die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter Druck setzen. Nun ist ja ihre eigentliche Aufgabe, die Interessen der Eifeler in Berlin zu vertreten. Und dort gäbe es wahrlich genug zu tun. So hätten die beiden sich für einen verbindlichen Ausbau scheller DSL-Netze einsetzen können oder dafür sorgen können, dass die Strompreise im kommenden Jahr nicht nach oben schnellen, nur weil die Regierung "vergessen" hat, das Gesetz zum Netzentgelt rechtzeitig anzupassen.

 
 

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Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit im Zentralort Kall

Bald Heimat des Kaller Jugendzentrums: die Alte GrundschuleEin gemeinsamer Antrag von den Kaller Ratsfraktionen Bündnis 90/ Die Grünen und CDU im letzten Sozialausschuss beschäftigte sich mit der offenen Jugendarbeit in Kall. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, sich mit einer Fachhochschule für Sozialarbeit in Verbindung zu setzen und diese zu bitten, im Rahmen einer Examensarbeit bezogen auf den Schwerpunkt „Offene Jugendarbeit im ländlichen Raum“ ein Konzept für die Gemeinde Kall zu erarbeiten.Schon im März 2008 war die Verwaltung beauftragt worden, ein Konzept zur Errichtung eines Jugendzentrums in Kall zu erarbeiten. Seitdem ist viel Zeit vergangen, viel wurde beraten, und im April 2011 wurde dann beschlossen, dass in der alten Grundschule Kall zwei große Räume der gemeindlichen Jugendarbeit zur Verfügung stehen sollen. Wichtig ist, dass diesmal auch Taten erfolgen. Wir werden uns zeitnah danach erkundigen, denn unsere Unterschriftenaktion im Herbst 2009 soll auch Früchte tragen.Weiterhin wurde beschlossen, dass die Verwaltung des Landes prüft, welche zusätzlichen Finanzierungen zu den Themen Integration und Migration möglich sind. Der neue Jugendförderplan des Landes NRW sieht eine Aufstockung der Mittel vor, davon sollte die Gemeinde Kall auch profitieren, indem sie entsprechende Anträge stellt.

 
 

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