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GRÜNE Kall

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16. Februar 2017

Pflegen statt Sägen

Nur im Vegetationszeitraum November bis Februar ist es möglich den Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern durch massives Sägen durchzuführen. Die Gemeinde ist, was die Menge des Schnittgutes betrifft, kräftig tätig gewesen. Zu beobachten auf einer Freifläche im Bereich Trierer Straße Richtung Sötenich. Beschwerden von Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde werden immer mit den gleichen Argumenten begegnet, wie Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und breitere Wege für immer größere landwirtschaftliche Fahrzeuge. Das steht im krassen Widerspruch zum Umwelt- und Naturschutz. So ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben, wenn durch falschen Schnitt mittel- und langfristig die Pflege umso aufwendiger wird. Dazu trägt auch der Einsatz des Schlegelmähers bei. Die Standsicherheit bei Bäumen wird dadurch geschwächt, wenn gekappt oder stark zurückgeschnitten wird. Folgt keine zeitnahe Nachbehandlung der Schnittstellen führt das zur Fäulnis des Astes, der nach einiger Zeit abzubrechen droht. Fazit, der Baum muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Das sind nur zwei Anmerkungen, die von Fachleuten wesentlich ausführlicher beschrieben werden.

Da es in der Gemeinde Kall unterschiedlichste Entscheider und Ansprechpartner gibt, z. B. Ordnungsamt, Bauhof und Kämmerer, ist eine gemeinsame Linie nicht erkennbar. Daher schlagen wir, unterstützt durch einen Antrag, folgendes vor. Im Umweltausschuss sollte, unter Einbeziehung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises, ein Vortrag zu den rechtlichen Voraussetzungen, aber auch passgenaue Ausschreibungskriterien bei Fremdvergabe, stattfinden. Dazu wäre auch ein runder Tisch mit Bauhof und Naturschutzbehörde erwünscht, als Einstieg in einen Dialog, die Umwelt, Wirtschaftlichkeit und die fachliche Umsetzung in Einklang zu bringen. Ansprechpartner des Kreises und die Leitung des Bauhofes Kall signalisieren eine Bereitschaft dazu.

 

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