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GRÜNE Kall

Zukunft entscheidet sich hier.

  

  

12. März 2021

Kahlschlag an der Aachener Straße - für Parkplätze!

Der Kreis Euskirchen als Betreiber der Berufsschule Kall will den Grünstreifen an der Aachener Str. für zusätzliche Schüler-Parkplätze opfern! Dazu wurde die Fläche schon mal „Kahl“-geschlagen

Dieser Grünstreifen ist eine wichtige grüne Auflockerung in einer ansonsten engen Bebauung. Zwei überörtlich bekannte Wanderwege - die Eifelschleife "Kaller Sagen" und der Pingen-Wanderweg - führen direkt an diesem Grünstreifen vorbei. Nicht der Wegfall, sondern die Aufwertung des Grünstreifens wäre nötig und sinnvoll!

Die Berufsschule in Kall ist im Vergleich mit anderen Schulen mit relativ vielen Parkplätzen ausgestattet. Eine Schule ist immer möglichst mit Bus und Bahn und Fahrrad/eBike anzusteuern. Die Berufsschule Kall ist gut an den Nahverkehr angebunden, sodass das auch hier immer die erste Option sein sollte. Im Rahmen von Klimawandel, Energiewende und Verkehrswende gilt dies umso mehr. Bei einem Ausbau von Parkmöglichkeiten ist neues Denken gefragt. Genügend komfortable und sichere Fahrrad-Abstellmöglichkeiten müssen geschaffen werden. Und da Fahrräder im Gegensatz zu Autos kein Blechdach haben, sollte die überdachte Parkfläche an der Berufsschule hierzu genutzt werden.

22. Februar 2021

Windenergie in Kall und in der Eifel

Windenergie sorgt in der Eifel zunehmend für hitzige Diskussionen. An Standorten von Windparks bilden sich Bürgerinitiativen, um die Nutzung der Windenergie zu verhindern. Als Kaller Grüne sehen das wie folgt:
Der Klimawandel verändert die natürlichen Abläufe und führt uns von einer „Warmzeit“ in eine „Heißzeit“. Dies wird in vielfältiger Weise die Lebensgrundlagen von Menschen, Pflanzen und Tieren negativ beeinträchtigen. Die Wissenschaft lässt daran keinen Zweifel.
Eine maßgebliche Verursachung des Klimawandels ist unser übermäßiger Konsum, der maßgeblich auf der Nutzung fossiler – also nicht erneuerbarer – Energieträger wie Kohle, Öl und Gas beruht. Die Lösung dieses Problems liegt darin, unseren Konsum zu überdenken und vollständig auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Unser Konsumverhalten tritt immer häufiger ins Zentrum der Tagespolitik, sei es beim Thema Billigfleisch und Massentierhaltung, der Nutzung des ÖPNV oder elektrischer Antriebe, dem Kauf von Holzprodukten mit FSC-Siegel oder Fair-gehandelten Produkten. In diesem Beitrag geht es um den Aspekt der Energiewende, also um erneuerbare Energieträger, und insbesondere die Windkraft.

17.02.2021

Autofasten 2021

Auch in diesem Jahr startet der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, unterstützt u.a. vom Verkehrsclub Deutschand (vcd), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (adfc) und der Energieagentur NRW, die Aktion Autofasten. Ziel der Aktion ist es, den täglichen Gebrauch des Autos zu überdenken, nach Alternativen zu suchen und diese auszuprobieren:

  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Auf das Fahrrad umsteigen
  • Kurze Strecken zu Fuß gehen
  • Fahrgemeinschaften bilden
  • Den Fuß vom Gas nehmen, wenn es dennoch das Auto sein muss
  • Achtsam fahren und dabei Sprit sparen.

Machen Sie mit und tun Sie etwas für sich und andere. Mit Autofasten

  • Überdenken Sie in der Fastenzeit den eigenen Lebensstil, um das Leben bewusster zu gestalten
  • Leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz
  • Gestalten Sie für unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft
  • Tun Sie Ihrer Gesundheit durch mehr körperliche Bewegung etwas Gutes
  • Kommen Sie mit anderen Menschen in Kontakt
  • Informieren Sie sich über neue Technologien sowie alternative Kraftstoffe

Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie bei der Aktion Fasten für das Klima.

 

02. August 2020

Kaller Gewerbegebiete - eine reine Erfolgsgeschichte?

In der Kölnischen Rundschau und dem Kölner Stadt-Anzeiger wurde am 29. Juli 2020 ein Artikel mit der Überschrift „Nachfrage ist größer als das Angebot“ veröffentlicht, in dem die Sichtweise der Gemeindeverwaltung Kall zum Gewerbegebiet III dargestellt wird. Diese Sichtweise ist allerdings nur eine Möglichkeit, die Dinge zu betrachten. Was in dieser Darstellung zu kurz kommt – und was man der Bevölkerung gegenüber der Ehrlichkeit halber auch mitteilen muss – ist eine gänzlich andere Sichtweise, nämlich aus der politischen Perspektive. Nachfolgend daher eine Beurteilung des GG III aus Sicht unserer Fraktion.

Aus der projektbezogenen Sichtweise einer Gemeindeverwaltung ist der weitgehende Verkauf der Flächen nachvollziehbar als ein Erfolg einzustufen. Doch diese in Bezug auf die Verwaltung „betriebswirtschaftliche“ Betrachtung blendet die Auswirkungen auf übergeordneter Ebene aus.

Auf politischer Ebene müssen aber die Fragen gestellt werden: Was gewinnen wir mit einer Maßnahme? Welche Folgen verursacht sie?

Politik hat die Aufgabe, für das Gemeinwesen im Ganzen zu sorgen. Wenn man das GG III unter dieser Prämisse betrachtet, gibt es keinen Erfolg zu bejubeln.

20. November 2019

Artenschutz am Haus

Viele naturinteressierte Bürgerinnen und Bürger haben in der letzten Zeit im privaten Umfeld die Freude an mehr Natur entdeckt. Man experimentiert mit regionalen Saatgut, alten Obstsorten, Trockenmauern und Wildblumenwiesen. Was hier aber noch weit von einer Routine oder gängiger Praxis entfernt scheint, ist die Berücksichtigung von Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden selbst. Der Siedlungsraum nimmt heutzutage als Zufluchtsort für Fledermäusen, Haussperlingen oder Mauerseglern eine immer wichtigere Rolle ein und damit fördert er die Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Durch moderne Baustile und auch durch die energetische sinnvolle Sanierung von Gebäuden hat sich die Situation über die vergangenen Jahrzehnte verschlechtert. Ersatzmaßnahmen beim Abriss von Gebäuden, das artengeschützte Tiere aufweist, sind immer nur 2. Wahl.

Hier einige Vorschläge für mehr Natur am Haus:

  • Vor jeder Fassaden- oder Dachsanierung verschaffe ich mir einen Überblick über bestehende Quartiere und hole mir ggf. fachliche Unterstützung, denn erhalten ist besser als ersetzen.
  • Mit Einbausteinen in oder Nisthilfen auf der Fassade schaffe ich neue Quartiere für Vögel und Fledermäuse.
  • Mit Kletter- oder Rankpflanzen schaffe ich Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Tiere und verbessere das Mikroklima.
  • Unnötige Lichtquellen schaffe ich ab, Dauerbeleuchtung ersetze ich durch gesteuerte Systeme und unvermeidbare Lichtquellen installiere ich möglichst zielgerecht.
  • Mit einem Gebäudescheck erkenne und eliminiere ich alle Fallen für Tiere, wie große und nicht beklebte Fensterfronten, Lichtschächte ohne Ausstieg oder offene Rohre und nicht abgedeckte Kamine.

Hier entsteht seitens der Gemeinde eine Möglichkeit über einen Ansprechpartner, z. B. Umweltverbände vor Ort, Kontakte zu Eigentümer, Miet- und Wohnungsbaugesellschaften zu fördern. So wächst unsere Gemeinde nicht nur in der Fläche, sondern auch beim Artenschutz. Übrigens: Seit Juni 2018 ist Sistig das dritte Dorf in Deutschland, das als Schwalbenfeundliches Dorf ausgezeichnet ist. Mit fachlicher Unterstützung haben viele Häuser Schwalbennester angebracht.