12. März 2021

Kahlschlag an der Aachener Straße - für Parkplätze!

Der Kreis Euskirchen als Betreiber der Berufsschule Kall will den Grünstreifen an der Aachener Str. für zusätzliche Schüler-Parkplätze opfern! Dazu wurde die Fläche schon mal „Kahl“-geschlagen

Dieser Grünstreifen ist eine wichtige grüne Auflockerung in einer ansonsten engen Bebauung. Zwei überörtlich bekannte Wanderwege - die Eifelschleife "Kaller Sagen" und der Pingen-Wanderweg - führen direkt an diesem Grünstreifen vorbei. Nicht der Wegfall, sondern die Aufwertung des Grünstreifens wäre nötig und sinnvoll!

Die Berufsschule in Kall ist im Vergleich mit anderen Schulen mit relativ vielen Parkplätzen ausgestattet. Eine Schule ist immer möglichst mit Bus und Bahn und Fahrrad/eBike anzusteuern. Die Berufsschule Kall ist gut an den Nahverkehr angebunden, sodass das auch hier immer die erste Option sein sollte. Im Rahmen von Klimawandel, Energiewende und Verkehrswende gilt dies umso mehr. Bei einem Ausbau von Parkmöglichkeiten ist neues Denken gefragt. Genügend komfortable und sichere Fahrrad-Abstellmöglichkeiten müssen geschaffen werden. Und da Fahrräder im Gegensatz zu Autos kein Blechdach haben, sollte die überdachte Parkfläche an der Berufsschule hierzu genutzt werden.

Neue Wege bei der Parkplatzgestaltung

Die Situation vor Ort zeigt: weitere Parkflächen können entstehen, ohne vorhandene, ökologisch wertvolle Grünstreifen zu zerstören. Im Gegenteil: eine Aufwertung ist möglich, wenn die bestehenden Schotterflächen an den Enden der bestehenden Parkflächen zu 12 Parkmöglichkeiten umgewandelt werden in Ausführung mit Rasengittersteinen. Die ausgeschilderte Lehrer-Parkfläche kann auf die andere Seite des Kallbachs (näher an die Berufsschule) verlegt werden. Diese Fläche besteht aktuell aus Rasen Hier sind bis zu 30 Parkplätze am besten nur für Lehrer/Angestellte möglich. Der Rettungsweg ist nicht tangiert bzw. es verbleibt hier ausreichend Platz. Ausführung: Rasengittersteine.

Parkflächen und Klimawandel

Es muss nicht immer Rasen sein, der "Rasengittersteine" füllt: diverse Samenmischungen stehen bereit, um monotone Parkflächen ökologisch im Wert zu steigern. Das erfreut nicht nur uns Menschen, es bietet auch Insekten Nahrung und Lebensraum.

Auf dem Schüler-Parkplatz sollte zwischen den drei Doppelparkstreifen wieder überall Bäume gepflanzt werden, wie das an einem Doppelparkstreifen jetzt noch ist. Der bestehende Grünstreifen entlang der Aachener Str. sollte zu einem echten Grünstreifen ohne Rasen aufgewertet werden. Die direkten Anwohner sollten angeregt werden, eine Pflege-Patenschaft für diese Flächen zu übernehmen.

Für alle hier beschriebenen Maßnahmen müßte kein Baum und kein Strauch weichen. Lediglich Schotterflächen und Rasen werden zu Rasengitterflächen umgewandelt. Zusätzliche Bäume und Sträucher werden gepflanzt, ein Beitrag zum Klimaanpassungskonzept des Kreises geleistet und eine ökologische Aufwertung einer Verkehrsfläche erreicht.


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