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Die FDP und die Jugendarbeit

Der "Schleidener Wochenspiegel" vom 13.03.2011 berichtete über die "intensive" Beschäftigung der FDP mit der Jugendarbeit im Kreis Euskirchen - und den tollen Vorschlägen, die sie hierzu hat. Tatsächlich fielen all diese Entscheidungen, die die FDP hier als ihre Erkenntnisse darstellt, in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe - bei der die Vertreter der FDP mit Abwesenheit glänzten! Hierzu Ekkehard Fiebrich, Mitglied der Arbeitsgruppe und stellvertretendes Mitglied im Jugendhilfeausschusses des Kreises:

Der kommunale Kinder- und Jugendförderplan für den Kreis Euskirchen wird in der Regel immer für eine Legislaturperiode (5 Jahre) festgelegt. Dieses Paket wurde aber in 2010 vom Arbeitskreis Finanzen, Personal und Controlling aufgeschnürt, mit dem Ziel Einsparungen zu erreichen. Hier waren vor allem die vom Kreis geförderten Jugendzentren betroffen. Diese im Gegensatz zu teuren Jugendhilfemaßnahmen, stellen eine flächendeckende, kostengünstige Präventionsmöglichkeit dar.

Am 15.11.2010 wurde im Jugendhilfeausschuss des Kreises heftig darüber diskutiert. Man einigte sich auf eine Kommission aus Vertretern von Politik, Arbeitsgemeinschaft Offene Jugendarbeit und Verwaltung, mit dem Ziel eine verträgliche Lösung zu finden. Zu keiner der genannten Sitzungen war die Fraktion der FDP im Kreis vertreten, teils unentschuldigt. Auch ihre, für den Jugendhilfeausschuss gebundenen Vertreter, fehlten. Nur Herr Reiff meldete sich am 15.12.2010 zu Wort und erklärte, dass angesichts fehlender Finanzen, nur das Nötigste angeboten werden kann. So war auch der Vorschlag der Verwaltung (Jugendamt), nämlich im südlichen Teil des Kreises (Nettersheim, Blankenheim, Hellenthal, Schleiden und Kall) kontinuierlich abzubauen und durch Jugendverbandsarbeit zu ersetzen. Das erzielte Ergebnis, keine Einsparungen vorzunehmen, sondern nur inhaltliche Arbeit zu verändern, wurde durch die Kommission am 20.01. und 08.02.2011 erfolgreich erarbeitet. Auch hier fehlte, als einzige Fraktion, die FDP.

Jetzt, wo die Entscheidung durch mühsame Arbeit vieler Beteiligter vollzogen ist, stellt sich die FDP hin und besetzt das Thema Jugendarbeit für sich allein, einfach dreist.

 

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